Nebenwirkungen von Calcium-Blockern

Bekanntermaßen ist die Einnahme von Calcium-Blockern mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden, zum Beispiel Wasseransammlung (Ödeme), allergischen Reaktionen, Zahnfleisch-Schwellungen sowie zu langsamem Herzschlag (Bradykardie).

Zu den besonders schwerwiegenden Nebenwirkungen gehören die Zunahme der Atherosklerose und ein dadurch erhöhtes Herzinfarktrisiko. Diese erschreckende Tatsache ist seit den frühen neunziger Jahren – also seit über 20 Jahren – in Studien belegt, ohne dass die Hersteller von Calcium-Blockern sich in der Verantwortung sehen, die Ursachen dafür zu erforschen.

Medikamente aus der Gruppe der Calcium-Blocker

Zu den Medikamenten aus der Gruppe der Calcium-Blocker zählen folgende Wirkstoffe: 

  • Dihydropyridine (Wirkstoffe mit der Endung „- dipin“): Amlodipin (Norvasc®), Nifedipin (Adalat®, Procardia®, Nifediac®), Nimodipin (Nimotop®), Nitrendipin (Baypress®)
  • Phenylalkylamine: Verapamil (Isoptin®, Tarka®)
  • Benzothiazepine: Diltiazem (Dilatrend®, Dilgamma®, Dilzem®)
  • Antivertiginosa: Flunarizin (Flunavert®, Natil®, Sibelium®), Cinnarizin (Arlevert®)

Für die Patienten ergibt sich ein Teufelskreis: Sie suchen wegen ihrer Herzbeschwerden Hilfe beim Hausarzt oder Kardiologen und bekommen in vielen Fällen Calcium-Blocker verschrieben. Die Tatsache, dass sich die Symptome subjektiv etwas verbessern, wird ihnen als „Therapie- Erfolg” verkauft.

Niemand sagt ihnen, dass die verschriebenen Präparate die koronare Herzerkrankung nicht verringern, sondern beschleunigen und langfristig ihr Herzinfarktrisiko sogar erhöhen.

Nifedipin ist der bekannteste Vertreter aus der Gruppe der Calcium-Blocker. Für schnell freisetzende Darreichungsformen liegen Warnhinweise unter anderem für Patienten mit chronischer Angina Pectoris vor.

Studie zeigt Ursache für Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen auf

Die Ursache für die schweren Folgeerkrankungen bei andauernder Calcium-Blocker-Therapie war bis vor kurzem noch unerforscht. Schwerwiegende Nebenwirkungen wurden offensichtlich bewusst in Kauf genommen. Doch jetzt bringt eine Untersuchung am Dr. Rath Forschungsinstitut Licht ins Dunkel.

Die Ergebnisse wurden im Mai 2016 in der medizinischen Fachzeitschrift American Journal of Cardiovascular Disease veröffentlicht und Medizinern weltweit zur Verfügung gestellt.

Zur Publikation der Studie in einem der größten Online-Studienarchive gelangen Sie hier: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27335688